Geocacher sind ja schon komische Gesellen: Wärend “normale Leute” am Sonntag ihren feinen Zwirn aus dem Schrank holen, stiegen wir gestern in unsere Cache- und Dreckklamotten (die selbst wenn sie frisch gewaschen sind noch Spuren von den bestandenen Abenteuern tragen).
Also, hoch zur Schwärze und den so oft schon bewanderten Weg verlassen, um die Spuren des mittelalterlichen Erzbergbaus zu erkunden. Diese Loch hätten wir ohne den Cache sicher nicht gefunden, und reingekrabbelt wären wir erst recht nicht. Aber die Dose im Stollen gab und einen Vorwand, uns da rein zu wagen.
Die Kinder konnten die meiste Zeit gebückt gehen, aber bei mir (1,98m – 140kg) ging am Einstieg auf die Knie und erst beim Ausstieg wieder in die Aufrechte. Wenigstens war genug Platz zum wenden
Das satte Braun von gutem, fruchtbarem Boden zierte meine Knie für den Rest unseres Ausflugs – besonders auffallend an unserem nächsten Stop, dem Keltenkreis. Hier begegneten uns einige gut gekleidete Spaziergänger, welche sich offensichtlich darüber wunderten, dass man am Sonntag in der Matschhoste und dem Eee-PC (diese Station gingen wir “Paperless” an) unter dem Arm durch Wald und Wiese streift. Die Dose war schnell gefunden, um die Muggels zu täuschen, haben wir uns zum Gruppenfoto aufgestellt.
Und dann weiter nach Staufen, zu unserem alten Bekannten Harry Lime, genauer: “The Smell of Harry Lime” – und hier ging es wieder auf die Knie. Die Hosen waren hinterher sauberer als vorher (keine Kunst), und insgsammt sind wir den Gang 3 Mal hin- und hergekrochen.
Am Ende scheiterten wir an der mangelnden Vorbereitung: Denn obwohl Harry bei der heutigen Tour fest eingeplant war, hatten wir keine Gummisstiefel dabei. Und ohne Stiefel schien der Weg zur Dose zwar machbar, aber der Rückweg war nicht mehr gesichert. Also, haben wir hier einen DNF geloggt, und sind dem weitaus verlockenderen Kaffeeduft nach Hause gefolgt…
Schöner Bericht. Vor allem das mit dem Wenden im Stollen, *kicher*
Gruß, Martina